Sanierungsarbeiten am Leuchtturm La Mola werden im Sommer fortgesetzt

Leuchtturm „Faro de la Mola“

Ganz im Osten Formenteras, etwa zwei Kilometer hinter El Pilar auf der Hochebene von La Mola, liegt auf einer Steilklippe etwa 140 Meter über dem Meer einer der beiden Leuchttürme der Insel, an dem man bei schönem Wetter grandiose Sonnenauf- und Sonnenuntergänge beobachten kann. Der Innenbereich des im Jahr 1861 erbauten Leuchtturms soll im Sommer weiter saniert werden.

Ziel der Sanierungsarbeiten ist es, einen Teil der Anlage in ein Zentrum für die Interpretation von See- und Lichtsignalen umzuwandeln. Jedoch stoßen die Baumaßnahmen während der Hauptsaison nicht bei allen Bewohnern der Insel auf Zustimmung.

Das liegt daran, dass auf Formentera eine Verordnung besteht, die Arbeiten an städtischen Zentren und touristischen Gebieten in der Zeit zwischen dem 1. Mai und dem 15. Oktober einschränkt. Denn das ist genau die Zeit, in der der Leuchtturm oder vielmehr die nahegelegenen Klippen täglich von hunderten Touristen besucht werden, die dort die fantastische Aussicht genießen möchten.

Der Zugang zum Leuchtturm mit der Gedenktafel für Jules Verne selbst, dessen Roman „Reise durch die Sonnenwelt“ dort spielt, war bislang nicht möglich. Dies soll sich mit den Umbaumaßnahmen ändern, die neben der Umwandlung eines Teils des Erdgeschosses in ein Interpretationszentrum auch die Integration kultureller Aktivitäten miteinschließen soll.

Touristen sollen so wenig wie möglich gestört werden

El Pilar de la Mola liegt auf dem Kalkplateau La Mola, eine Halbinsel im Osten Formenteras.
El Pilar de la Mola liegt auf dem Kalkplateau La Mola, eine Halbinsel im Osten Formenteras.

Um die Besucher der beliebten Touristenattraktion während der Hauptsaison so wenig wie möglich zu stören, wurde nach Aussage offizieller Stellen ausdrücklich angeordnet, dass während der Umbaumaßnahmen nicht mit schweren Maschinen im Freien gearbeitet wird und dass bei der Bewegung von Baumaterialien, die im Freien gelagert werden, so wenig Staub wie möglich erzeugt wird.

Die Arbeiten am Leuchtturm, die von der Aktiengesellschaft Tragsa durchgeführt werden, sollen im September abgeschlossen werden. Spätestens dann kann die magische Stimmung auf den Klippen, die sich vor allem in der Dämmerung erleben lässt, wieder ungestört genossen werden.