Nachhaltige Mobilität: 9 Buslinien für Formentera im Sommer

Die Massen an Autos, die auf Formentera die Straßen bevölkern, sind ein Problem. Künftig sollen im Sommer neun und im Winter zwei Linien auf der Insel verkehren.

Die Massen an Autos, die gerade zur Hauptsaison auf Formentera die Straßen bevölkern, sind ein stetiges Problem. Der Plan für nachhaltige Mobilität soll hier Abhilfe schaffen und die Einfuhr von Fahrzeugen auf die Insel in den Sommermonaten begrenzen. Gleichzeitig werden in einem neuen Vertrag auch die öffentlichen Verkehrsmittel auf Formentera definiert. Künftig sollen in den Sommermonaten neun und im Winter zwei Linien auf der Insel verkehren.

Diese sollen dazu beitragen, den internen Mobilitätsbedarf Formenteras ganzjährig und den zusätzlichen Bedarf der Touristen in den Sommermonaten zu erfüllen.

Öffentlicher Nahverkehr wird rege in Anspruch genommen

Dass ein Bedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln auf Formentera besteht, zeigen die Zahlen aus den letzten Jahren. Schließlich wurden im Jahr 2017 ganze 174.821 Fahrgäste registriert. Ähnliche Zahlen wurden im Vorjahr ermittelt. Damals wurden 175.451 Personen gezählt. Um diesen Menschen einen umfassenden Service zu bieten, sollen ab den Sommermonaten drei regelmäßige Linien, zwei Nachtlinien und vier zusätzliche touristische Linien in Betrieb genommen werden. Im Winter soll es dagegen bei zwei Linien bleiben, die von montags bis sonntags verkehren werden.

Buspläne sollen mit den Fahrplänen der Schiffe koordiniert werden

Am Hafenort La Savina legen regelmäßig Fähren an.
Am Hafenort La Savina legen regelmäßig Fähren an.

Die Umsetzung des neuen Mobilitätsplans umfasst auch die Koordination der verschiedenen Buslinien untereinander sowie die Koordination mit der An- und Abfahrt der Fähren. Man strebt an, die Städte La Savina, Sant Francesc und Sant Ferran alle halbe Stunde und die Städte Es Pujols und Pilar de la Mola jede Stunde miteinander zu verbinden. Im Winter werden die L1, die La Savina, Sant Francesc, Sant Ferran und Es Pujols anfährt, und die L2, die La Savina, Sant Francesc, Sant Ferran, Es Caló und Pilar de la Mola verbindet, jeweils stündlich bedient. Durch Koordination der Routen können so halbstündige Frequenzen erreicht werden.

Abmessungen der Busse werden an den Bedarf angepasst

Um die Umwelt zu schonen, sollen die Busse außerdem an den tatsächlichen Bedarf auf Formentera angepasst werden. So möchte man im Winter kleinere Fahrzeuge auf die Strecke schicken, die nichtsdestotrotz auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nutzbar bleiben sollen. Andererseits werden die Fahrzeuge im Sommer an die höhere Nachfrage angepasst. Es werden aber dennoch kleinere Busse sein als bisher.

Um auch älteren Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität außerhalb der Stadtzentren Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewähren, ist zudem ein Service auf Nachfrage geplant, der im Laufe der Zeit auf alle Bürger ausgedehnt werden soll.