Modernste Technik zum Wassersparen auf Formentera

Wasser ist nicht nur die wertvollste und wichtigste Ressource für das Leben auf der Erde, sondern leider auch die knappste Ressource auf den Inseln. Umso wichtiger ist ein verantwortungsbewusster Wasserverbrauch. Dieser soll auf Formentera unter anderem durch fast 2.400 intelligente Wasserzähler verbessert werden.

Wasser ist nicht nur die wertvollste und wichtigste Ressource für das Leben auf der Erde, sondern leider auch die knappste Ressource auf den Inseln. Umso wichtiger ist ein verantwortungsbewusster Wasserverbrauch. Dieser soll auf Formentera unter anderem durch fast 2.400 intelligente Wasserzähler verbessert werden. Mit diesen will man Lecks schneller erkennen und die Effizienz der Wasserversorgung auf der Baleareninsel auch insgesamt verbessern.

Bis Ende des Jahres sollen die „intelligenten“ Telelesesysteme in allen Städten und touristischen Gebieten Formenteras, die an das allgemeine Versorgungsnetz angeschlossen sind, verbaut sein.

Die Kosten für Wasser sind hoch auf der Insel

Formentera ist seit je her wasserarm und abhängig von Regen. Man bemühte sich daher schon immer, die Dächer der Häuser und die Umwelt sauber zu halten, um möglichst sauberes Wasser zu sammeln, das dann in den Zisternen gespeichert wurde. Besonders in den ländlichen Gebieten der Insel wird buchstäblich aus Brunnen gebohrt.

Das Versorgungsnetz jedoch, das mehrere Stauseen und Pumpstationen umfasst, hängt nur von einer einzigen Quelle der Wasserproduktion ab, der Entsalzungsanlage Ca Marí, die von Sadyt, einer Tochtergesellschaft der Valoriza Aqua betrieben wird.

Als diese den Auftrag im Jahr 2015 für die nächsten zwölf Jahre erhielt, wurde die Produktionskapazität der Entsalzungsanlage auf 5.000 Tonnen pro Tag erhöht. Das von dort stammende Wasser ist teuer, zum eigentlichen Preis kommen die Kosten für den Transport per Tankwagen hinzu.

Ziel des neuen Systems ist eine nachhaltige und angemessene Wassernutzung

Formentera ist seit je her wasserarm, was dazu führt, dass die Wasserkosten auf der Insel sehr hoch sind.
Formentera ist seit je her wasserarm, was dazu führt, dass die Wasserkosten auf der Insel sehr hoch sind.

Das neue intelligente Telelesesystem, das mit Unterstützung des Consell de Formentera, entwickelt wurde, soll Wasser sparen, in dem es Lecks vermeidet und die Effizienz des Netzes erhöht. Der erste Pilotversuch in Sant Ferran verlief äußerst positiv, weshalb die Zähler nun bis zum 31. September auch in allen Städten und Dörfern Formenteras verbaut werden sollen. Insgesamt handelt es sich dabei um 2.394 „Smart Meter“, die vom Consell mit 302.000 Euro finanziert werden.

Das Projekt wird in Phasen abgewickelt. Nach Sant Francesc und La Savina im Rahmen der ersten Phase, folgt es Pujols mit insgesamt 710 Zählern. Danach werden die Telelesesysteme in Ca Marí, Ses Bardetes, Es Caló, El Pilar, Sa Roqueta und im Industriegebiet installiert. Für das letzte Quartal des Jahres sind Testläufe und die Inbetriebnahme des gesamten Telelesesystems geplant.

„Smart Aqua“-App erlaubt Ablesen des Zählers in Echtzeit

Über die App „Smart Aqua“ können Benutzer ihren Zähler ablesen, ohne zu Hause sein zu müssen und haben jederzeit Überblick über ihren Wasserverbrauch und etwaige Lecks. Die „Smart Meter“ geben alle acht Sekunden ein Funksignal mit allen Informationen ab, jedoch wird nur ein Datensatz pro Zähler und Stunde ausgewählt. Außerdem ist der Zähler in der Lage, anormales Verhalten zu erkennen und durch einen Alarm mögliche Fehler in der Anlage anzuzeigen.

Umstellung auf elektronische Wasserrechnung

Darüber hinaus hat die städtische Wasserversorgung zum Schutz der Umwelt und um auch über die Grenzen der Insel hinaus Wasser zu sparen, auf elektrische Rechnungsstellung umgestellt. Die Bewohner der Insel können ihre Wasserrechnung nun entweder per E-Mail erhalten oder einen kostenlosen e-Rechnungsservice nutzen, der es ihnen erlaubt, die Daten ihrer bisherigen Papierrechnung bequem, schnell und sicher in digitalem Format abzurufen.