El Pilar de la Mola

El Pilar de la Mola liegt auf dem Kalkplateau La Mola, eine Halbinsel im Osten Formenteras.

El Pilar de la Mola ist der Ort auf Formentera, der am weitesten von allen anderen entfernt zu sein scheint. Im Jahr 2011 lebten dort 167 Menschen, weitere 618 hatten sich in der Umgebung niedergelassen. Ein einzigartiger Hippiemarkt, der Leuchtturm, die Steilküsten und nicht zuletzt die alte Windmühle Es Molí Vell sind es, die einen Besuch in El Pilar de la Mola unvergesslich werden lassen.

Auf Formentera sind die Entfernungen so gering, dass man kaum wirklich von Entfernung sprechen kann. Nichtsdestotrotz macht es den Anschein, als ob El Pilar de Mola sehr weit von allem anderen entfernt wäre. Nähert man sich dem Örtchen kommt es einem vor, als beträte man eine andere Welt. Vielleicht liegt dies an der Lage der Gemeinde auf einer erhöhten Halbinsel, vielleicht auch am steilen Anstieg oder an der dunklen Engstelle durch dichte Pinienbestände, die man bewältigen muss, um nach El Pilar de la Mola zu gelangen oder an allem zusammen. Auch die Bewohner verlassen ihr Örtchen nicht allzu oft und haben eine ganz eigene Mentalität entwickelt. Es gibt sogar unterschiedliche Bezeichnungen für die Bewohner von El Pilar de la Mola und dem Rest der Insel.

Ein steiler aber lohnenswerter Anstieg

El Pilar de la Mola befindet sich ganz im Osten der Insel und ist nur über eine Straße, die Hauptstraße, die in Es Caló de Sant Agusti beginnt, zu erreichen. Die Straße ist steil und der Anstieg mit dem Fahrrad oder zu Fuß mitunter recht anstrengend. Sie können jedoch ohne Weiteres immer wieder kleine Pausen einlegen und sich an der atemberaubenden Aussicht weit über die Insel bis nach Ibiza erfreuen. Von La Sabina aus gibt es auch eine Busverbindung, die mehrere Male am Tag bedient wird. Direkt an der Bushaltestelle befindet sich das berühmte Restaurant „El Mirador“, in dem Sie die fantastische Aussicht mit einem kühlen Getränk in der Hand genießen können. Gerade im Sommer sollten Sie jedoch im Voraus reservieren, da das Restaurant in der Regel sehr gut besucht ist.

Eine atemberaubende Landschaft

Die Steilküste in El Pilar de la Mola ist nicht nur imposant, sondern stellt auch eine der höchsten Stelle der Insel dar.
Die Steilküste in El Pilar de la Mola ist nicht nur imposant, sondern stellt auch eine der höchsten Stelle der Insel dar.

El Pilar de la Mola ist ein kleines Örtchen mit etwa 50 Häusern. Die meisten Menschen, die dort leben, sind Landwirte und hinter den wenigen Häusern erstrecken sich weitläufige, landwirtschaftliche Flächen mit Feigen, Weizen und Wein, die im 13. Jahrhundert zunächst von den dort lebenden Augustinermönchen gepflegt wurden. Das Klima ist dort regnerischer als auf der restlichen Insel, was die Zone prädestiniert für die Landwirtschaft macht.

Die Trockensteinmauern, die die Felder umgrenzen sind typisch für die Balearen und schützen die Ernte vor den starken Winden, die in der Gegend herrschen. In unmittelbarer Nähe von El Pilar de la Mola befindet sich mit 202 Metern der höchste Punkt der Insel „Sa Talaissa“. Dieser liegt an Route 9 der „grünen Routen“ die sich über ganz Formentera ziehen. Direkt am Meer fallen die Kalksteinklippen nahezu vertikal zum Meer hin ab und bieten eine spektakuläre Aussicht.

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Historische Sehenswürdigkeiten

In und um El Pilar de la Mola kommen vor allem Geschichts- und Kulturinteressierte auf ihre Kosten. Sehenswert sind insbesondere die Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die Windmühle Molí Vell, der Leuchtturm „Faro de la Mola“ und das Römerkastell von Cans Pins.

Die Kirche „Església de Pilar de la Mola“

Die Kirche von El Pilar de la Mola wurde zwischen 1772 und 1784 im typischen weißgekalkten Stil der Balearen gestaltet.

Der Leuchtturm „Faro de la Mola“

Leuchtturm „Faro de la Mola“
Leuchtturm „Faro de la Mola“

Der Leuchtturm „Faro de la Mola“ befindet sich direkt am Rand einer Klippe fast 200 Meter über dem Meeresspiegel. Erbaut wurde das Gebäude von 1860 bis 1861 durch den spanischen Ingenieur und Baumeister Emili Pou y Bonet. Später wurde ein Gedenkstein zu Ehren von Jules Verne ergänzt, in dessen Roman „Hektor Servadacs Reise durch die Sonnenwelt“ der Leuchtturm eine Rolle spielt.

Das Römerkastell von Can Pins

Das „Castellum romano de Can Pins“ auch bekannt als „Castellum de Can Blai“ ist das wichtigste geschichtliche Zeugnis der Römer auf Formentera. Die Ausgrabungsstätte befindet sich auf der Landenge, die La Mola mit dem Rest der Insel verbindet und stammt aus dem 3. Jahrhundert vor Christus. Am Römerkastell hat man einen fantastischen Ausblick auf das Meer zu beiden Seiten der Landenge.

Die Mühle „El Molí Vell de La Mola“

Mühle „El Molí Vell de La Mola“
Mühle „El Molí Vell de La Mola“

Wenn man der Straße folgt, die durch El Pilar de la Mola führt, führt rechter Hand eine Abzweigung zur Molí Vell de la Mola. Die Windmühle wurde 1778 erbaut und wird auch heute noch betrieben. Gerüchten zufolge soll der unvergleichliche Bob Dylan dort in den 60er Jahren gelebt haben.

Der Hippiemarkt in El Pilar de la Mola

Formentera und Hippies, das sind zwei Dinge, die untrennbar miteinander verbunden sind. Noch heute leben viele von ihnen auf Formentera und nicht wenige verdienen sich ihren Unterhalt mit Kunsthandwerk, das auf Märkten und Basaren verkauft wird. Der Hippie-Markt in El Pilar de la Mola ist in dieser Hinsicht für Souvenirjäger eine wahre Goldgrube. Denn dort können seit 1984 von Anfang Mai bis Mitte Oktober jeden Mittwoch und Sonntag zwischen 16:00 und 21:00 Uhr Schmuck, Accessoires, Kleidungsstücke und Kunstgegenstände erworben werden, die alle auf Formentera hergestellt wurden, wie ein speziell ausgestelltes Zertifikat beweist, das jedes dieser einzigartigen Stücke begleitet. Dazu kommen kulinarische Köstlichkeiten wie Wein, Feigen und Käse sowie ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm mit Musikern, Jongleuren und anderen Künstlern. Wer möchte, kann vielen Künstlern in den Werkstätten bei ihrem Handwerk über die Schulter sehen und sich teilweise auch individuelle Stücke fertigen lassen.

Ein ganz besonderes Erlebnis für alle Altersklassen, das den Besucher zurück in die 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts versetzt und einen Eindruck der einzigartigen Atmosphäre vermittelt, die damals auf der Insel herrschte.

Heute sind neben den alteingesessenen Kunsthandwerkern auch viele junge Künstler zu finden, die dort ihre Waren anbieten. Teilweise können die einzigartigen Kreationen aus El Pilar de la Mola mittlerweile auch online erworben werden.

Veranstaltungen im Jahresverlauf

Wer sich Ende Juni in El Pilar aufhält, sollte sich am 24. Juni das Fest anlässlich des Johannistages (Festa de Sant Juan) nicht entgehen lassen. Ebenso lohnenswert ist das Patronatsfest (Festa del Pilar), das alljährlich am 12. Oktober gefeiert wird.