Touristensteuer verdoppelt sich ab 2018

Die erst vor rund zwei Jahren eingeführten Touristensteuer erhöht sich ab dem kommenden Jahr.

Die vor etwas mehr als zwei Jahren auf den Balearen eingeführte Touristensteuer wird ab dem Jahr 2018 erhöht, wie Tourismusminister Biel Barceló und die Finanzministerin der Balearen Catalina Cladera vor kurzem bekanntgaben. Die Erhöhung betrifft alle Baleareninseln, also neben Formentera auch Mallorca, Ibiza und Menorca.

Diese Erhöhung der Touristensteuer soll der Regierung Einnahmen von bis zu 120 Millionen Euro bringen und unter anderem die Umsetzung notwendiger Umweltschutzprojekte erleichtern. Zudem soll die „Kurtaxe“ im weiteren Sinne auch zum Vorteil der Urlauber für Neuerungen, Instandsetzungen und die Verbesserung der Infrastruktur auf den Balearen eingesetzt werden. Man hofft außerdem so die Touristenströme auf die Inseln besser verteilen und die Nebensaison für Besucher attraktiver gestalten zu können.

Bis zu 4 Euro pro Kopf und Nacht werden erwartet

Waren bisher pro Person und Nacht in der Hauptsaison zwischen 0,50 und 3 Euro an Touristensteuer zu bezahlen, soll die Abgabe nun auf bis zu 4 Euro steigen. Genaue Angaben über die Höhe der künftigen Touristenabgabe sind jedoch noch nicht bekannt. Wie bisher halbiert sich die Abgabe bei Besuch der Balearen in der Nebensaison zwischen November und April. Jedoch gibt es Überlegungen die Hauptsaison künftig bereits im März beginnen zu lassen. Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind nach wie vor von der Abgabe befreit.

Kreuzfahrer werden früher zur Kasse gebeten

Kreuzfahrer, die mit ihrem Schiff Halt in den Häfen der Balearen machten, waren bisher von der Touristensteuer ausgenommen, wenn ihre Aufenthaltsdauer unter 12 Stunden lag. Wurde dieser Zeitraum überschritten, wurde eine Abgabe von 1 Euro fällig. Künftig sollen sie auch bei kürzeren Aufenthalten zur Zahlung verpflichtet werden.

Der Verband der Hoteliers von Mallorca (FEHM) sieht der Verdopplung der Touristensteuer indes sehr skeptisch entgegen. Bisher so der Verband seien keine positiven Auswirkungen der Touristenabgabe im sozialen Bereich oder hinsichtlich des touristischen Angebots zu sehen.